Kunstfliegen beim Fliegenfischen

Dieser Artikel verrät euch alles über die verschiedenen Arten von Kunstfliegen, die sich im Laufe der Zeit entwickelt haben. Die Geschichte des Fliegenfischens ist sehr interessant, genauso interessant sind auch die verschiedenen Köder, die heutzutage zum Einsatz kommen.

Zwei Grundkategorien

Zunächst einmal gibt es zwei Kategorien von Kunstfliegen: die Lockfliegen und die Imitationen. Bei Imitationen sollen Krebstierchen, Wasserinsekten und kleine Fische nachgeahmt werden. Die bekanntesten Imitationen sind dabei Black Pennell, Muddler Monnow und Greenwell’s Glory. Wenn sich der Fisch naturgemäß von einer bestimmten Beute ernährt, dann hat man natürlich die besten Chancen, wenn die Imitation genau dieser Beute entspricht. Es kommt dabei sogar vor, dass Fische, so zum Beispiel Forellen, nur mit einer Kunstfliege an die Angel zu kriegen sind, weil sie gar nicht an anderen Ködern anbeißen.

Die Fliege muss aus einer gewissen Entfernung echt aussehen, damit die Forelle darauf hereinfällt. Manche Tiere sind nämlich durchaus kritisch und beißen nur, wenn die Imitation überzeugen kann. Oft reicht außerdem nicht das Auswerfen, zusätzlich muss man die Fliege auch anbieten oder führen.

Das Lockmuster

Der Schlüssel ist, es liegt eigentlich auf der Hand, dass der Fisch die Fliege ins Maul nimmt. Ein überdimensionaler Schwanz kann der Fliege so zum Beispiel Bewegung verleihen und ein realistischeres Ziel darstellen. Die Fliege soll schließlich lebendig aussehen. Auch ein gerippter Körper kann von Vorteil sein, denn dadurch entsteht eine Segmentierung. Geführt wird die Fliege zudem mit leichtem Zockeln, dadurch wird die Schwimmbewegung möglichst naturgetreu imitiert.

Vorkosten

Viele Fische untersuchen die Nahrung zuerst. Forellen nehmen ihre Beute erst behaglich ins Maul, Vorsicht scheint hier geboten zu sein, man tastet sich langsam heran. Stellt der Fisch dann fest, dass es sich wirklich um Futter handeln, schluckt er die Beute. Ist der Fisch dagegen nicht überzeugt, spuckt er die vermeintliche Beute direkt wieder aus.

Einige Angler entscheiden sich nur sehr selten für Imitationen, andere können sich dagegen nicht mit Lockmustern anfreunden. Jeder hat hier seine eigene Vorliebe und muss den für sich richtigen Weg finden. Fakt ist aber, dass man mit Imitation und Lockfliegen sicher immer wieder gute Fische an der Angel haben wird. Wichtig ist dabei, sich in jedem Fall für eine möglichst naturgetreue Imitation oder Lockfliege zu entscheiden, denn Fische sind durchaus lernfähig und kritisch, sodass sie sich von schlechten Kopien kaum beeindrucken lassen.